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Unsere Konzertreise in die Toskana 2005

"Wenn einer eine Reise tut ..." - dann kommen zumindest die  "Jugendfreunde" stets mit einem "Koffer voller unvergesslicher Reiseeindrücke" nach Hause zurück.. Vom  Vergnügungsausschuss des Vereins und einem auf Chorreisen spezialisierten Reiseveranstalter organisiert, war die Konzerttour nach Italien ein weiterer Höhepunkt in der abwechslungsreichen Geschichte der Herborner  Sänger.

Die 48 Personen starke Reisegruppe flog von Köln-Bonn zunächst nach  Pisa, wo sie ein Bus erwartete, der für die nächsten Tage ihr ständiger  Begleiter war. Die Gruppe - darunter auch Herborns Bürgermeister Hans Benner mit seiner Frau Ursula - wurde mit anfänglich stürmisch weinendem Himmel in Montecatini Terme empfangen. Doch nach dem ersten Begrüßungslied, in dem es hieß: "... dann tritt auch hell leuchtend die  Sonne hervor ..." war für die übrigen Urlaubstage herrliches Wetter gesichert.

Auf dem Programm der Sänger standen mehrere Stadtbesichtigungen, immer kombiniert mit Auftritten: Im mittelalterlichen San Gimigniano fand eine Matinee vor dem historischen Rathaus statt, und die Kathedrale von Volterra wurde von den Herbornern mit Klängen geistlicher Chormusik  in Schwingungen versetzt.

Auch, dass die altehrwürdige Piazza de Anfiteatro von Lucca, ein ehemaliges römisches Amphitheater, im Laufe der Jahrhunderte nichts von ihrer einmaligen Akustik verloren hat, erkannten die "Jugendfreunde": Selbst das leiseste Piano der Sänger war an jeder Stelle des Ovals deutlich hörbar. Weitere Stationen waren Siena, Pisa samt seinem schiefen Turm und das Chianti-Tal.

Höhepunkt der Reise war allerdings die Kulturstadt Florenz, als deren schönstes Bauwerk der Dom, der drittgrößte seiner Art in Europa, gilt. Für die Gäste aus der Bärenstadt war es demnach eine besondere Ehre, an der Gestaltung einer Abendmesse in diesem Monumentalgebäude mitzuwirken.

Die im Durchmesser 48 Meter breite Kuppel der Kathedrale sorgte für ein unvergleichliches Klangerlebnis. Zum "Im promtu" intonierte der Chor das "Alta trinita beata", das Offertorio wurde mit dem  doppelchörigen "Domine" pacem da nobis"  eingeleitet. Beim "Sanctus" erklang die Bearbeitung von Silcher, die Kommunion wurde von "Et incarnatus est" und "O bone Jesu"  begleitet, und den Ausgang bildete das schlichte "Ave Maria" von Schweitzer.

Wie von Konzerten in der Heimat gewohnt, kam der Chor auch im Dom vom Florenz nicht um eine Zugabe herum. Und das gesangliche Erlebnis setzte sich noch fort, als die Sänger sich am Hauptportal zu einem  Erinnerungsfoto gruppierten. Vor internationalem Touristenpublikum  tellten die "Jugendfreunde" spontan unter Beweis, dass sie sich mit ihrem Repertoire auch in die Herzen von Italienern, Japanern, Amerikanern und Zuhörern anderer Nationalitäten zu singen verstehen

Etwas wehmütig, aber voller bleibender Eindrücke, ging die Gruppe nach sechs ereignisreichen Tagen in der Ferne wieder auseinander. Allerdings waren sich alle einig, dass dies gewiss nicht die letzte gemeinsame Konzertreise gewesen ist.